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Unser Schulprogramm
Ganzjährige Klimabildung, die Spaß macht und Schüler:innen zum Handeln befähigt.

Klimaschutz braucht mehr als Fakten: er braucht Handlungskompetenz. Unser ganzjähriges Bildungsprogramm für die Klassen 7-12 verbindet BNE, PBL, Projektarbeit, Exkursionen, Gastvorträge und konkrete Schulprojekte. Das oberste Ziel: dass die Schüler:innen Freude am Unterricht empfinden. Besonders wichtig für uns: dass lernen motiviert und spielerisch, praxisnah und wirksam ist – und dass Fortschritt sichtbar wird. Außerdem wollen wir Schüler:innen befähigen, sich langfristig für eine klimafreundliche Welt einzusetzen und nachhaltig handeln zu können.

Viele der bereits bestehenden Bildungsangebote für Schulen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind wertvoll – allerdings oft kurz, punktuell oder nur ausgelegt für bestimmte Teilbereiche. Klimaschutz ist jedoch komplex: Er braucht Zeit, Vertiefung und Handlungsräume – damit aus Interesse echte Kompetenzen und Selbstwirksamkeit werden. Unser Ansatz setzt deshalb auf die Prinzipien: Langfristigkeit, innovative Lehrmethoden und Selbstwirksamkeit. Wir kombinieren bewährte Konzepte und Materialien etablierter Umwelt- und Bildungsorganisationen und ergänzen sie durch eigene, innovative Ansätze.

Der Unterricht ist in vier Phasen gegliedert. Den detaillierten Ablauf (inkl. Stundenübersicht, Projekte, Gastbeiträge und Exkursionen) stimmen wir gemeinsam mit der Partnerschule ab.

Phase 1: Grundlagen & Orientierung (Stunden 1–11)
Kennenlernen, Baseline & Ziele, Erdsystem & Treiber, globale Folgen & Wechselwirkungen und „Berlin konkret“.

Phase 2: Lösungen, Politik & Gerechtigkeit (Stunden 12–18)
Maßnahmen & Hebel (individuell/systemisch), Simulationen, Gastvorträge & Exkursionen, Klimagerechtigkeit & Entscheidungsräume.

Phase 3: Alltag, Medien & Wege in Wirkung (Stunden 19–21)
Medienkompetenz, Desinformationen erkennen, Green Jobs, nachhaltige Berufsorientierung & Engagement.

Phase 4: Projektphase & Abschluss (Stunden 22–33)
Praktische Klimaschutzprojekte an der Schule inkl. Schul-Check, Teamaufteilung, Umsetzung mit sichtbaren Ergebnissen, Evaluierung Präsentationen & Abschlussfeedback.

Im Zentrum steht die Umsetzung von Wissen in reale Projekte – besonders in einer 12-wöchigen Projektphase am Ende des Schuljahres (freie Projektwahl für die Schüler:innen).
Langfristige Projekte:

Beispiele: Analyse und nachhaltige Umgestaltung von Energie-/Wassernutzung, Ernährung, Begrünung, Mobilität, Ressourcen & Schulgelände; Aufbau einer Tauschbörse (Kleidung/Elektronik); Kooperationen (z. B. mit innature). Alle Projekte können mit engagierten Lehrkräften langfristig weitergeführt werden.

Schüler:innen werden in Entscheidungen miteinbezogen und gestalten aktiv mit. Grundsatz ist gemeinsam empfundene Freude. Dies wird insbesondere verwirklicht durch:
Schülergeführte Unterrichtsteile & Projekte:

Die Schüler:innen haben die Möglichkeit, einen Teil der Stunde selbst zu leiten oder bereiten einen Unterrichtsteil selbst vor. Außerdem können sie bei der Projektwahl und -gestaltung ihre eigenen Ideen und Wünsche umsetzen.

Messbarer Lernfortschritte & Zufriedenheit:

Erreichte Lernfortschritte und Zufriedenheiten der Schüler:innen werden sichtbar durch Reflexionsrunden (über das Jahr verteilt), kurze Umfragen (kontinuierlich) und eine kollaborative Wissenssammlung sowie drei großen quantitativen Umfragen am Anfang, Mitte und Ende des Schuljahres.

Um Freude und Motivation zu erhöhen, verwenden wir Simulationen, digitale Tools und spielerische Formate, um komplexe Zusammen-hänge verständlich und erlebbar zu machen.

Beispiele: Simulationen (z. B. EN-ROADS / C-ROADS), digitale Tools wie die “Konsumspuren App” den “Food Odyssey Escape-Room”, aber auch Mindmaps, Videos, Quizformate und Emissions- /Wirkungsrechner. Zudem arbeiten wir derzeit an einem Spielformat, welches die Aneignung von Grundlagenwissen mit Erlebnis verknüpft.

Wir fördern Schlüsselkompetenzen, wie: kritisches Hinterfragen, Perspektivwechsel und systemisches Denken.

Beispiele: Die Schüler:innen erarbeiten, welche Bereiche ihres eigenen Lebens klimafreundlicher gestaltet werden können und lernen dafür, welche Rolle sie im globalen Kontext spielen – vor allem aber auch, wie man mit politischen und gesellschaftlichen Werkzeugen die Hauptverursacher zur Veränderung antreiben kann. Zusätzlich entwickeln sie im ersten Jahresdrittel das Wunschszenario “Zukunftsvision 2050”, in welchem sie versuchen, das Leben auf der Erde klimafreundlicher zu gestalten. Am Ende wird dies dann anhand des Gelernten auf seine Umsetzbarkeit geprüft und überarbeitet.

Gastvorträge, Podiumsdiskussionen und Exkursionen (z. B. Repair Cafés oder Wissen-schaftsmuseen) erweitern den Unterricht.

Themen können z.B. Klimamigration, Nachhaltigkeit in der Berufswelt, Ehrenamt oder Politik sein.

Unser Programm verbindet Kernwissen und Vertiefung aus fünf Themenfeldern:

  • Klimagrundlagen & Auslöser (Erdsystem, Treiber, Ungleichheit, Emissionen, Sektoren-, Industrie- und Lebensweisenvergleiche)
  • Folgen des Klimawandels (Kipppunkte, Extremereignisse, Biodiversität, Ökosysteme, Gesundheit, Konflikte, „Berlin konkret“)
  • Maßnahmen, Politik & Gerechtigkeit (Kreislaufwirtschaft, Regulierung, Ziele/Abkommen, Klimafinanzierung)
  • Anpassung & Resilienz (Hitzeschutz, naturbasierte Lösungen, Organisation & Monitoring)
  • Handeln, Medien & Alltag (Desinformation erkennen, Mobilität, Konsum, Ernährung, Schule als Hebel, Beteiligung)

Kompetenz-Outcomes (Beispiele):
Dadurch werden die Schüler:innen befähigt, Klimafakten einzuordnen, Quellen zu bewerten, Emissionstreiber zu identifizieren, Maßnahmen zu priorisieren, die eigene zu Rolle reflektieren – und Projekte zu planen/umsetzen.